Forum Erneuerbare Energien am 25. Oktober 2016 bei BDO ARBICON

Branchenveranstaltung 6. Forum Erneuerbare Energien

Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Dezember 2016

Das EEG 2017 wirft seine Schatten bereits voraus.

Am 25. Oktober 2016 fand zum sechsten Mal das „Forum Erneuerbare Energien“ in unserer Veranstaltungsetage statt, bei sonnigem Herbstwetter und mit einem fantastischen Ausblick von unserer Dachteresse über Oldenburg und umzu. Dieses Jahr standen die bereits im März 2017 startenden Ausschreibungen für Windleistung an Land im Fokus des EEG Forums.

Frank Reiners, geschäftsführender Gesellschafter der BDO ARBICON GmbH & Co. KG, begrüßte neunzig interessierte Gäste sowie acht renommierte Referenten. Herr Reiners spannte einen kurzen Bogen zu den Herausforderungen der Branche von der Novellierung des EEG bis hin zu den ab 2017 beginnenden Ausschreibungen für Windenergie an Land. In seiner Begrüßung wies er auf die neue Partnerschaft der ARBICON mit der BDO hin; deshalb: „BDO ARBICON“. Hierdurch begleite man jetzt im Bereich der Erneuerbaren Energien das gesamte Spektrum der Akteure und könne die verschiedensten qualifizierten Dienstleistungen erbringen.

Die Moderation zu den folgenden Vorträgen der Referenten übernahmen dann Herr Robert Brückner und Herr Klemens Lüke aus unserem Haus.

Herr Alwin Schlörmann betonte in seinem Vortrag die Sicht der EWE auf die Energiewende „Gemeinsam hart am Wind“ insbesondere das Wort „gemeinsam“. Er rief die anwesenden Akteure zu Partnerschaften auf und begründete die Wichtigkeit von Bürgerbeteiligungen auch in der Zukunft. “Neue Stromprodukte wären aktuell in der Entwicklung und die regionale Energievermarktung gewinne an Bedeutung”, so Schlörmann.

Die besonderen Herausforderungen der Ausschreibungen ab 2017 erläuterte Herr Eckhard Kuhnhenne-Krausmann von der enervis energy advicors GmbH. Für ihn sei es von großer Bedeutung, die Situation des Projektes und die Sicht und die Gegebenheiten des Marktes zusammen zu bringen. Er glaube, dass es in Zukunft zu einer Priorisierung der Kostensicht auf ein Projekt kommen werde. Nach seiner Prognose werde es eine durchaus auskömmliche Angebotssituation geben, aber auch einen starken Wettbewerb. Immerhin eines sei für zukünftige Windprojekte erreicht: Pay as bid!

Sowohl Herr Peter Spengmann von der wpd Windmanager GmbH, als auch Herr Dr. Hans-Peter Waldl von der Overspeed GmbH betonten die steigende Bedeutung qualifizierter Windgutachten und wiesen auf die Wichtigkeit des Referenzertrages hin.

In den Ausführungen von Herrn Malte Mertens von der Technik energy consult GmbH ging es vor allen Dingen um die Möglichkeiten der Kostenreduzierungen bei zukünftigen Windprojekten. Kosteneinsparungen werden unbestritten eine größere Bedeutung erlangen. Einer der wesentlichen Kostentreiber, die Vollwartungsverträge, seien auf den Prüfstand zu stellen und mit einer Grundwartung und höheren Instandhaltungsaufwendungen abzugleichen. Herr Mertens wies außerdem auf die Notwendigkeit von Reduzierungen bei den Kosten der Investition und bei den Pachten hin.

Herr Christian Marcks von der GLS Bank stellte die Herausforderungen an die Finanzierung von Windparks unter Ausschreibungsbedingungen dar. Nach seiner Auffassung werden Finanzierungsstrukturen komplexer, individueller und variabler. Er sieht einen Kreditprozess vor der Ausschreibung (Bürgschaft) und einen zum Betrieb des Windparks. Herr Marcks wies außerdem auf den § 51 EEG (Auswirkungen negativer Strompreise) als wesentlichen Bestandteil der Projektwirtschaftlichkeit hin. Bei den Zinsen sehe er allerdings keinen weiteren Beitrag zu den aus seiner Sicht ansonsten notwendigen Kostenreduzierungen.

Herr Jakob Müller von der GLS Beteiligungs AG erläuterte die Möglichkeiten des Risikokapitals für Energiegenossenschaften und Bürgergesellschaften. Hier gebe es in der Anlaufphase zur Vorbereitung der Teilnahme am Ausschreibungsverfahren Unsicherheiten, aber auch erhebliche Kosten. Unter bestimmten Voraussetzungen könne die GLS Bank Risikokapital in dieser Phase zur Verfügung stellen. Er sehe die Zukunft für die Bürgergesellschaften eher düster, halte sie aber für ausgesprochen wichtig.

Zum Schluss des Vortragsteils gab Herr Frank Weise von der WindGuard Certifikation GmbH einen Überblick über die Bewertung von Restlaufzeiten und Repoweringpotenzialen.

Eine von Frank Reiners durchgeführte nicht repräsentative Umfrage unter den Teilnehmern der Veranstaltung zu dem Ergebnis der ersten Ausschreibung im Jahr 2017 führte zu einem erwarteten Ergebnis von 6,2 ct/kWh. In seiner kurzen Zusammenfassung des Tages betonte Herr Reiners die weiter guten Perspektiven trotz der erheblichen Herausforderungen für die Windbranche. Die Branche werde sich weiter professionalisieren und auf mehr Markt einstellen müssen. Partnerschaften seien ein mögliches Thema. Aber die Branche sei jung und flexibel und werde die Herausforderungen annehmen!

Nach den spannenden Vorträgen klang das sechste Forum Erneuerbare Energien mit einem Imbiss und angeregten Gesprächen aus.

 

 

 

 

 

 

 

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