Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung „Windenergie an Land“

Veröffentlicht am Dienstag, 20. August 2019

Am 9. August 2019 hat die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung „Windenergie an Land“ bekannt gegeben. Was allgemein erwartet wurde, ist eingetreten: Das Angebotsniveau ist in Bezug auf die ausgeschriebenen Mengen erneut gesunken, und zwar von 71 Prozent (01.02.2019) über 45 Prozent (01.05.2019) auf nun (01.08.2019), nur knapp über 30 Prozent. In der Folge konnten von den ausgeschriebenen 650 Megawatt (MW) nur 208 MW für 32 Gebote zugeschlagen werden. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 6,20 ct/kWh und entspricht damit dem zulässigen Höchstwert von 6,20 ct/kWh. Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) stellt hierzu in einer Pressemitteilung vom 9.8.2019 fest: „Die Ergebnisse sind ein erneuter Weckruf an die politisch Verantwortlichen jetzt zu handeln. 11.000 MW Wind an Land stecken im Genehmigungsverfahren fest, über 4.000 MW kurzfristig möglicher Projekte sind durch von internationalen Standards abweichende Abstandradien um die Drehfunkfeuer blockiert und mindestens 800 MW erteilter Genehmigungen können wegen anhängenden Klagen gegen die Genehmigungsbehörden nicht an Ausschreibungen teilnehmen. Jede unterzeichnete Ausschreibung verringert den für die Industrie, die Energiewende und die Klima-schutzziele erforderlichen Zubau der Windenergie an Land. Der BWE hat mit seinem Aktionsplan Genehmigungen aufgezeigt, dass es schnelle und konkrete Handlungsmöglichkeiten gibt. Diese gilt es anzupacken. Zusätzlich braucht es eine durchgehend positive Kommunikation von Bund und Ländern, die die Chancen der Energiewende zur CO2-Reduktion und für eine moderne Industriepolitik in den Mittel-punkt stellt.“

Bleibt zu hoffen, dass der Genehmigungsstau schnellstmöglich abgebaut wird, damit die Windindustrie nicht noch weitere Kapazitäten abbauen muss, denn die Branche hat durch falsche Signale aus der Politik bereits mehr als 10.000 Beschäftige verloren.

Haben Sie bei dieser oder einer vorhergehenden Ausschreibung einen Zuschlag erhalten und möchten zur Förderung der Akzeptanz bei der Realisierung Ihres Projektes weitere Bürger am Projekt beteiligen? Sprechen Sie uns hierzu gerne an, um mehr über unsere umfassende Expertise zu erfahren.

Besuchen Sie uns auf der Husum Wind 2019 (10.-13.9.2019). Sie finden uns in Halle 2 auf dem Stand 2AO6. Und merken Sie sich für dort einen Termin am 12.9.2019 von 12.30-12.50 Uhr vor: Frau Sonja Hannöver von BDO ARBICON gibt wie auf früheren Branchenveranstaltungen in ihrem Vortrag einen Überblick über die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen typischer Bürgerbeteiligungsmodelle. Sie informiert über die Pflicht zur Erstellung und Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts nach dem Vermögensanlagengesetz. In diesem Zusammenhang werden praktische Erfahrungen zum BaFin-Billigungsverfahren und Hinweise über weitere Pflichten gegeben.

 

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